AUFBRUCH STATT ABBRUCH
Belastungen bei Jugendlichen erkennen und Ressourcen erschließen
Die KOST ist eine Initiative des Sozialministeriumservice und seit 2016 beim BIFO angesiedelt. Die KOST entwickelt und bündelt Angebote für gefährdete Jugendliche am Übergang Schule – Beruf und sorgt für interdisziplinäre Information und Vernetzung. Im Rahmen themenspezifischer Veranstaltungen wird das Unterstützungsangebot ständig weiterentwickelt.
Der Fokus der Fachtagung 2019 liegt auf der Begleitung Jugendlicher mit Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Belastungen. Am Übergang zwischen Schule und Beruf steigt das Risiko für Jugendliche in eine Krise zu rutschen. Berufliche und persönliche Anforderungen werden höher und können nicht von Allen gleich bewältigt werden.
Die Hauptreferent/innen beleuchten das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und geben Einblick in Forschungsergebnisse und Lebenswelten. Für die praktische Arbeit mit Jugendlichen können Sie sich in zwei ausgewählten Themeninseln neue Impulse und Anstöße holen. Die Themeninseln werden von Expert/innen des Pädakoop, ifs und Promente gestaltet. Raum und Zeit zur Vernetzung und zum Austausch ist gegeben.


PROGRAMM

Fachtagung
8. Mai 2019,13:00 -18:00 Uhr
AmBach Götzis
13:00
Ankommen
13:30
Miguel Camero
Musiker und Beatboxer
13:45
Begrüßung und Eröffnung
DSA Birgit Fiel Projektleiterin KOST und
MMag. Dr. Martin H. Staudinger
Landesstellenleiter SMS
14:00
Dr. med. Stefan Bangratz
Kinder- und Jugendpsychiatrie Rankweil
Psychische Gesundheit Jugendlicher in Vorarlberg
14:30
Dr. Filomena Sabatella, ZHAW Zürich
Herausforderungen am Übergang Schule-Beruf
15:00
Interview Miguel Camero
Leben mit ADHS
15:30
Pause
16:00
Themeninseln
(jeweils zwei Durchgänge)
18:00
Ende


IMPULS-REFERENT/INNEN
Miguel Camero
ist leidenschaftlicher Musiker und Beatboxer aus Schaffhausen. Er trainiert tagtäglich, performt Shows und wurde 2004 am ersten Schweizer Beatbox Battle in Biel mit dem Titel "Best Show 2004" ausgezeichnet. Im Jahr 2005 ging er noch einen Schritt weiter und durfte in Leipzig an der ersten Beatbox-Weltmeisterschaft teilnehmen, bei der er sich erfolgreich in die Top 8 der Welt ins Viertelfinale beatboxte.
Dr. med. Stefan Bangratz
Kinder- und Jugendpsychiater am LKH Rankweil
Dr. Bangratz studierte an der Universität Wien und war anschließend am AKH Wien tätig. Seit 2014 ist er am Landeskrankenhaus Rankweil beschäftigt, seit 2017 an der Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Landeskrankenhaus Feldkirch
Filomena Sabatella, lic.phil.
studierte Psychologie an der Universität Zürich. Zurzeit arbeitet sie am Psychologischen Institut ZHAW. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in der Förderung der gesunden psychischen Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen und im Bereich der Arbeitsintegration.


IMPULS-REFERENT/INNEN
Die Arbeit mit den AMBIT AIM Karten und die Möglichkeit, den echten Zielen der Jugendlichen auf den Grund zu gehen

Immer wieder geht es in unserer täglichen Arbeit mit den Jugendlichen um Ziele. Wir fragen sie: Was möchtest du verändern, erreichen, verbessern? Woran können wir mit dir arbeiten? Und auch wir Fachleute diskutieren in Fallbesprechungen und Helfergesprächen: Was nehmen wir uns vor in der Arbeit mit Jugendlichen? Was wäre klug?

Nicht immer sind unsere Ziele auch die Ziele der Jugendlichen. Dies kann häufig ein Grund sein, warum die Jugendlichen sich nicht auf unsere Angebote einlassen können. Die AIM Karten sind eine Möglichkeit, Jugendliche bei einem Prozess der Auseinandersetzung mit den eigenen Themen zu begleiten, dabei einen Einblick in das zu bekommen, was unsere Klienten/innen wirklich beschäftigt mit dem Ziel, Interventionspläne zu gestalten, zu denen auch Jugendliche aus Überzeugung ja sagen können. Die AIM Karten basieren auf der Adolescent Integrative Measure und wurden ursprünglich am Anna Freud Centre in London entwickelt. Sie wurden nun von Beate Huter und Michael Hollenstein adaptiert und auf Deutsch übersetzt. In dieser Themeninsel werden die Teilnehmer/innen das AMBIT Modell und die AIM Karten kennenlernen und ausprobieren.


Mag. Michael Hollenstein und Mag. Beate Huter
Klinische/r und Gesundheitspsychologe/in, Supervisor/in und Coaches, Lehrende an der Sigmund Freud Privatuniversität, Leiter des Teams für Elternberatung, Therapie und Diagnostik in der Paedakoop, Vorarlberger Kinderdorf.




Wenn Jugendliche an ihre psychischen Grenzen kommen!

Jugendliche können besonders in Übergangs-Situationen wie dem Wechsel von der Schule ins Berufsleben unvermittelt und mitunter heftig an ihre psychischen Grenzen stoßen. Was können erwachsene Bezugspersonen tun, was hilft den jungen Leuten? Wo stoßen Erwachsene an ihre Grenzen, wo sollten sie sich sogar zurücknehmen?

In der Gruppe erörtern wir den adäquaten Umgang mit Problemen wie selbstverletzendes Verhalten, suizidale Impulse und seelische Belastungen. Weiters beschäftigen wir uns mit Warnzeichen und Erklärungsmodellen.


MSc MEd Manuela Steger
langjährige Mitarbeiterin in der ambulanten Kinder- und Jugendpsychiatrie der Promente; Arbeit im psychosozialen Bereich als Jugendarbeiterin, Sozialarbeiterin, Pädagogin und Therapeutin.


Mag. Wolfgang Häusle
Klinischer und Gesundheitspsychologe bei Promente sowie mehrjährige Erfahrung in der Arbeit mit Jugendlichen am Übergang von Schule zu Ausbildung bzw. Arbeit im arbeitsmarktpolitischen Kontext.




Wenn Jugendliche am Übergang Schule und Beruf auf sich selbst gestellt sind und erwachsene Ansprechpersonen gebraucht werden

Wir stellen uns den Fragen: "Wann braucht es Unterstützung von Erwachsenen? Was können Jugendliche selber tragen?" Es gibt viele Gründe, warum Eltern für Jugendliche am Übergang Schule und Beruf nicht ausreichend zur Verfügung stehen können.

Überforderung, Erkrankungen, Beziehungsarmut, Beziehungsverlust zu den Heranwachsenden mit verschiedenen Ursachen, fehlender Überblick über die Herausforderungen von Jugendlichen, fehlende Informationen über Angebote u.v.a.m. Diesen Gründen wollen wir nachgehen und Zugangswege aufzeigen. Unsere Leitfragen: Wie kann ein gutes Miteinander gelingen? Ist Beziehung anstelle von Erziehung eine Alternative? Wie können junge Menschen darin unterstützt werden, mit den Anforderungen in dieser Übergangsphase zurecht zu kommen und Verantwortung für Entscheidungen und Handlungen zu übernehmen?


Birgit Franzke
seit 5 Jahren Leitung des ifs Flex, über 20 Jahre Berufserfahrung im ifs mit Jugendlichen und deren Eltern, zuerst als Betreuerin in soz.-pädag. Wohngemeinschaften für Jugendliche, 12 Jahre im Jugend-IntensivProgramm.


Mag. Sigrid Hieble-Gruber
seit Juni 2011 Leiterin des ifs NASA, Berufseinstieg als Psychologin Maria Ebene (Alkoholerkrankungen und Nikotinsucht), 2005-2011 Präventionsmitarbeiterin der Aidshilfe Vorarlberg, seit November 2005 nachgehende sozialpädagogische Arbeit





Woran erkenne ich eine Krise bei einem Jugendlichen?
Wie gehe ich damit um?


In der Pubertät sind junge Menschen mit vielfältigen Entwicklungsaufgaben konfrontiert u.a. mit körperlichen und sozialen Veränderungen, mit erhöhten Leistungsanforderungen, mit den eigenen Emotionen, mit der Ablösung von der Herkunftsfamilie und der Entwicklung intimer Beziehungen. Dieser Entwicklungsprozess hin zu einer eigenständigen Persönlichkeit verläuft nicht immer linear, sondern ist häufig mit schwierigeren Phasen - sogenannten Entwicklungskrisen - verbunden. Je nach Persönlichkeitsstruktur und äußeren und inneren Belastungsfaktoren, kann sich ein längerer krisenhafter Zustand bzw. auch eine psychische Erkrankung entwickeln, die einer professionellen Behandlung bedarf.

In dieser Themeninsel beschäftigen wir uns mit "normalen" Entwicklungskrisen in der Pubertät und deren Abgrenzung zu einer psychischen Erkrankung. Wir widmen uns u.a. der Frage "Woran kann ich eine schwere psychische Krise bei Jugendlichen erkennen und wohin kann ich mich wenden?".


Mag. Alexandra Ghetta
Erziehungswissenschaftlerin und Psychodrama-Psychotherapeutin, Leitung des Fachbereichs Kinder- und Jugendberatung im ifs

Dr. Susanne Lex
Klinische und Gesundheitspsychologin, ifs Kinder- und Jugendberatung, Beratungsstelle Bregenz Beide sind seit über 20 Jahren in unterschiedlichsten Settings mit Kindern und Jugendlichen tätig.




ANMELDUNG
Leider nicht mehr möglich!
Kontakt

Vorname



Nachname



Institution



Funktion



e-Mail



Telefon

Auswahl der Themeninsel

Bitte wählen Sie 2 Themeninseln und zusätzlich einen Ersatz aus. Wir versuchen Ihre Wahl zu berücksichtigen. Bei Überbuchung werden Sie automatisch einer Themeninsel zugebucht.


    Themeninsel 1
        Wenn unsere Ziele nicht ihre Ziele sind ...

    Themeninsel 2
        Grundlagen und Hintergründe zu selbstverletzendem
        Verhalten und suizidalen Handlungen

    Themeninsel 3
        Wenn Jugendliche am Übergang Schule und Beruf
        auf sich selbst gestellt sind


    Themeninsel 4
        Jugendliche in der Krise

Ersatzthema


 

Datenschutz


    Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden, dass die Bifo Berufs- und Bildungsinformation Vorarlberg gemeinnützige GesmbH die von mir angegebenen Daten elektronisch erhebt und speichert. Meine Daten werden von BIFO ausschließlich und zweckgebunden verwendet für
• meine Anmeldung zur Fachtagung
• Nachreichung von Unterlagen zur Tagung
• Kontaktaufnahme für Einladungen zu künftigen Veranstaltungen des BIFO
Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen per E-Mail an info@bifo.at"



ANFAHRT